Methoden der Luftbefeuchtung
- Zerstäubung (Sprühdüsen und Scheibenzerstäubung) Hierbei wird das Befeuchtungswasser in feinste Tröpfchen zerstäubt, die sogenannten Aerosole. Die benötigte Energie, um in den gasförmigen Zustand übergehen zu können, entziehen sie der umgebenden Luft in Form von Wärme. Die Zerstäubung hat dadurch einen abkühlenden (adiabatischen) Effekt auf die Raumtemperatur. Der Bedarf an elektrischer Energie ist bei dieser Befeuchtungsart besonders niedrig.
- Sprühdüsenzerstäubung Sprühdüsen-Systeme arbeiten entweder nur mit Wasser oder mit Wasser und Druckluft. Bei Einstoffdüsen wird das vollentsalzte Befeuchtungswasser mit einem Druck von 50-60 bar in spezielle Hochdruckdüsen gepresst und dort in Aerosole zerstäubt. Zweistoffdüsen arbeiten mit Druckluft und Wasser, wodurch eine zusätzliche Erhöhung des Wasserdrucks entfällt.
- Scheibenzerstäubung Hierbei wird Frischwasser auf eine rotierende Scheibe gebracht, auf der es durch Zentrifugalkraft zu einem dünnen Film gezogen wird. Am Scheibenaußenrand wird das Wasser auf spezielle Prallzähne geschleudert, dadurch in Aerosole zerstäubt und in den Raum befördert.
- Dampfluftbefeuchtung Hierbei wird Wasser erhitzt und mit dem entstehenden reinen Wasserdampf die Luft befeuchtet.
- Elektroden-Dampfluftbefeuchter sind geeignet für den Betrieb mit leitfähigem Wasser ( z.B. Leitungswasser). In einem speziellen Dampfzylinder sind Elektroden angeordnet. Wird Wasser eingelassen, schließt sich der Stromkreis zwischen den Elektroden und das Wasser wird erhitzt: Es entsteht reiner, geruchloser Wasserdampf.
- Heizkörper-Dampfluftbefeuchter arbeiten nach dem Tauchsieder-Prinzip. Heizstäbe im Dampfzylinder erhitzen das Wasser. Daher ist diese Art der Befeuchtung für alle Wasserqualitäten geeignet, wobei vollentsalztes Speisewasser den Wartungsaufwand minimal hält.
- Druckdampfbefeuchter Hierbei wird der Befeuchter an bestehende Dampfnetze individuell angeschlossen. Der entstehende trockene Dampf ermöglicht kürzeste Befeuchtungsstrecken.